Wenn wir über Smart-Home-Systeme sprechen, denken wir meist zuerst an Bildschirme, Apps und Szenarien; doch die eigentliche Entscheidung, die über den wirklich reibungslosen Betrieb dieser Systeme entscheidet, wird getroffen, noch bevor die Wände gemauert sind – ja, noch bevor der Rohbau fertiggestellt ist. Wir bei İmerek Yapı betrachten die Smart-Home-Infrastruktur in unseren Villenprojekten nicht als “Zusatz”, sondern als integralen Bestandteil des architektonischen Entwurfs. Denn die Verkabelung von busbasierten Automatisierungssystemen wie KNX ist kein Detail, das nach dem Verputzen der Wände nachgerüstet werden kann, sondern eine bauliche Entscheidung, die zum richtigen Zeitpunkt geplant werden muss. In diesem Artikel erläutern wir in einer technischen, aber verständlichen Sprache, in welcher Phase des Bauprozesses und wie die Smart-Home-Infrastruktur geplant werden muss.
Die Entscheidung über die Infrastruktur wird in der Rohbauphase getroffen
Die Elektro- und Automatisierungsinfrastruktur einer Villa wird in der Rohbauphase vor dem Verputzen festgelegt. In dieser Phase werden die Kabelkanäle in den Wänden, die Durchführungen im Dachboden, die Standorte der Schalttafeln und die unterirdischen Rohrleitungen festgelegt. Wenn in dieser Phase lediglich eine Standard-Elektroinstallation verlegt wird, ohne ein Smart-Home-System zu berücksichtigen, bedeutet das nachträgliche Hinzufügen von Automatisierungsfunktionen fast immer zusätzliche Aufmaße, zusätzliche Verrohrungen und an einigen Stellen oberflächliche Kabelkanäle. Bei unserem Ansatz werden die Elektro- und Automatisierungsinfrastrukturpläne unmittelbar nach der Genehmigung des architektonischen Entwurfs und der Klärung der statischen und haustechnischen Pläne gemeinsam geprüft – noch vor Beginn der Verputz- und Verkleidungsarbeiten. Auf diese Weise steht bereits vor Abschluss des Rohbaus fest, welche Räume hinsichtlich Beleuchtung, Jalousien, Klimatisierung oder Sicherheit in die Automatisierung einbezogen werden sollen.
Der KNX-Bus sollte anders betrachtet werden als eine herkömmliche Elektroinstallation
In einer herkömmlichen Elektroinstallation wird jeder Schalter direkt mit dem angeschlossenen Verbraucher verkabelt; dies ist ein einfaches, aber in seiner Flexibilität begrenztes Prinzip. In busbasierten Systemen wie KNX wird hingegen eine separate Datenleitung (Busleitung) zwischen Schaltern, Sensoren und Aktoren verlegt; Lastleitungen und Steuerleitungen werden voneinander getrennt. Dies bedeutet, dass zwei unterschiedliche Verkabelungskonzepte gleichzeitig und koordiniert geplant werden müssen: einerseits die klassischen Stromleitungen, andererseits die Niederspannungs-Busleitung. Wird das Buskabel im selben Kanal wie die Stromkabel verlegt, ohne den erforderlichen Abstand einzuhalten, kann dies später zu Problemen wie Störungen, Signalverlusten oder Schwierigkeiten bei der Fehlererkennung führen. Daher sollten der Verlauf der Busleitung, die Anschlusspunkte an den Schalttafeln und die Busadressierungslogik der Geräte bereits während der Rohbauphase gemeinsam mit der Elektroplanung konzipiert werden; es sollte sich nicht um ein Detail handeln, für das erst später nach einer Lösung gesucht wird, indem man sich fragt: “Wo sollen wir es verlegen?”.
Der Unterschied zwischen Projektplanung und nachträglicher Ergänzung
Zwar ist es technisch möglich, ein Smart-Home-System nach der Übergabe einer Villa oder nach Abschluss der Ausbauarbeiten nachzurüsten, doch bringt dies in der Praxis erhebliche Einschränkungen mit sich. Drahtlose Lösungen können in bestimmten Fällen zum Einsatz kommen, erreichen jedoch nicht immer die Zuverlässigkeit und Erweiterbarkeit kabelgebundener Bussysteme. Bei einer im Rahmen des Projekts geplanten Infrastruktur wird hingegen im Voraus festgelegt, wie viele Schaltpunkte, Vorhangmotoren, Heizungs-/Kühlungssteuerpunkte und Sicherheitssensoren pro Raum vorgesehen sind; die Rohrdurchmesser und Kabelkanäle werden entsprechend verlegt, wobei bei Bedarf ein Reserveabstand für später hinzukommende Anschlüsse vorgesehen wird. Dies bedeutet eine flexible Infrastruktur, die sowohl den heutigen Anforderungen als auch den sich im Laufe der Jahre möglicherweise ändernden Nutzungsgewohnheiten der Villa gerecht wird. Da wir den Rohbau ohne Subunternehmer mit unserem eigenen Team und unserem eigenen Schalungssystem durchführen, können wir diese Koordination von Projektbeginn an unter einer einzigen Verantwortungslinie verfolgen.
Wenn Sie Ihre Smart-Home-Infrastruktur in einem neuen Villenprojekt von Anfang an richtig planen möchten oder erfahren möchten, wie Sie bei einem bestehenden Projekt in der Phase der Elektroinstallation vorgehen sollten, können Sie sich gerne an uns wenden. Bei Fragen erreichen Sie uns unter der Telefonnummer +90 545 732 64 44 oder per E-Mail unter [email protected].

